
Die Sammlung der in Wollstickerei auf Leinen hergestellten gotischen Bildteppiche, die zwischen 1300 und 1480 entstanden sind, bildet den kostbarsten und zugleich berühmtesten Schatz des Klosters Wienhausen.
Die Kunst der Bildteppichherstellung war im Mittelalter in den niedersächsischen Nonnenklöstern weit verbreitet. Religiöse, aber auch weltliche Themen, wie z.B. die Tristan-Sage, bildeten dabei den Inhalt der gestickten Bildfolgen.
Die Teppiche wurden im so genannten Klosterstich hergestellt.
Seit dem 19. Jahrhundert, als man die kunstgeschichtliche Bedeutung der Teppiche erkannte, werden sie der interessierten Öffentlichkeit gezeigt. Zunächst im Nonnenchor ausgelegt, wurden sie ab den späten 1940er Jahren in den Kreuzgängen im Rahmen der Teppichwochen aufgehängt. Seit 1994 sind sie aus konservatorischen Gründen in Vitrinen im ehemaligen Winterrefektorium ausgestellt.
Die Teppichausstellung kann zur traditionellen Teppichwoche mit Führung, anschließend bis zum Saisonende mit Audioführung besichtigt werden.